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Euro-telework: Report on telework and vocational training - distance or e-learning for remote workers Nicole Turbé-Suetens This report has been produced with the support of the European Commission, DG Employment and Social Affairs, under the European Social Fund (article 6). Views expressed within the report are those of the author and do not reflect the views of the European Commission. Zusammenfassung [Deutsch] Die rasante Verbreitung des Internet in den vergangenen Jahren hat beträchtliche Auswirkungen auf die Volkswirtschaften. Es handelt sich hier jedoch nicht einfach um den Beginn einer 'neuen Wirtschaft', von der so viel die Rede ist, sondern um einen fundamentalen Wandel aller Unternehmensprozesse. Dazu gehören auch veränderte Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, die durch neue Formen der Arbeitsorganisation und das unumgängliche neue Verhältnis zum Wissen entstehen. 'Wissen' ist inzwischen ein anerkannter Wettbewerbsfaktor und muss darum unbedingt für alle und überall leicht zugänglich sein. Im Bereich der beruflichen Bildung steht eine wahre Revolution bevor, da noch überwiegend Modelle angewandt werden, die zunehmend archaisch wirken: zum Beispiel, dass jemand gezwungen ist, sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort zu begeben, um einen Lehrgang zu absolvieren, der von einer Person durchgeführt wird, die über 'das Wissen' verfügt - d.h. Rezeption statt permanenter oder regelmäßiger Austausch. Neben der Tatsache, dass diese traditionelle Formel kostenspielig ist, fördert sie auch die Segregation im Hinblick auf den Zugang zu Wissen und ignoriert vor allem einen Faktor, dessen Bedeutung in der Geschäftswelt rasant zunimmt: Zeit und Tempo im Zeichen der Globalisierung. Der vorliegende zusammenfassende Bericht zum Thema berufliche Ausbildung für Telearbeit in Europa, befasst sich einerseits mit einigen bestehenden Ausbildungsmethoden und versucht gleichzeitig eine Liste der Bedürfnisse sowie der verwendeten und verfügbaren pädagogischen Werkzeuge aufzustellen. Die Forschungsarbeit, die diesem Bericht zugrunde liegt, hat zu einer ersten grundlegenden Feststellung geführt: es handelt sich um einen äußerst schwer zu fassenden, sich ständig wandelnden Gegenstand in einem ebensolchen Umfeld. So sind zum Beispiel die Produkte und Urheber kaum zu ermitteln, weil die ständigen Bewegungen - Verschwinden, Fusionen/Übernahmen, Partnerschaften und Neuschöpfungen - permanent beobachtet werden müssen, wenn man auf dem Laufenden bleiben und in der Lage sein will, diejenigen Instrumente zu nutzen, die am meisten vom Einsatz der neuen Technologien profitieren. Es ist darum nicht verwunderlich, dass die von einem französischen Team 1999 und 2000 durchgeführten, sehr ausführlichen vergleichenden Analysen der e-learning-Programme sich aufgrund dieses Wandels von einem Jahr auf das andere mit überwiegend anderen Produkten befassen. E-learning oder Fernausbildung mit intensiver Nutzung von Technologien wie dem Internet, ist ein neues Feld, das sich extrem schnell entwickelt. Der Grund ist einfach: einerseits dringt die Bedeutung des Wissens in das allgemeine Bewusstsein vor und andererseits müssen immer mehr Menschen sich schnell weiterbilden, wann es in den Terminkalender passt und wenn möglich ohne allzu viel Zeit durch Fahrwege zu verlieren, um in ihrem Beruf zu bestehen. Wenn man an Ausbildungsgänge für zukünfte Telearbeiter, seien es nun Angestellte oder Unternehmer, die ein Teleservice-Unternehmen gründen wollen, denkt, kommt es einem fast zwangsläufig als Erstes in den Sinn, dass diese Ausbildung – zumindest teilweise – über Fernlehre zu absolvieren sein müsste, unter Einsatz der vorhandenen technologischen Ressourcen. Dies ist jedoch nicht der Fall! Zunächst einmal gibt es nur wenige Ausbildungsgänge in diesem Bereich und wo es sie gibt, wenden sie häufig sehr traditionelle Lehrmethoden an. All dies ist im Wandel begriffen und die Angebote werden mehr, aber in einigen Regionen Europas ist es immer noch schwierig, sich für Telearbeit ausbilden zu lassen. Immerhin wird es leichter, sich wenigstens eine Teilausbildung zur Telearbeit über e-learning zusammenzustellen, indem man sich auf dem Markt umsieht. In der Tat beinhalten diese Ausbildungsgänge oft einen beträchtlichen technologischen Anteil und die Ausbildungsangebote für Informatik (Material, Bürosoftware, Präsentation, Editing, Kommunikation und Internet) im e-learning-Bereich sind derzeit auf allen Märkten stark vertreten. Dieses Phänomen hat sich innerhalb eines Jahres entwickelt! Wer sich die Mühe macht, kann also inzwischen problemlos eine kostengünstige Weiterbildung absolvieren. Der Bericht gibt einen kurzen Überblick über die verschiedenen Bestandteile des e-learning, d.h. die Programme, die Pädagogik und die Kurse. Er enthält ebenfalls eine - wenn auch nicht vollständige - Liste der wichtigsten Web-Sites zu diesem Thema, die dem Leser helfen soll, sich zurechtzufinden und seine 'Favoriten'-Liste zu ergänzen. Natürlich ist eine solche Liste schnell überholt und aus diesem Grund ist eine regelmäßige Aktualisierung auf der Web-Site http://www.euro-telework.org bis zum Jahresende geplant und dann auf einer noch festzulegenden Web-Site, deren Adresse zu gegebener Zeit mitgeteilt wird. Aus dem Überblick geht hervor, dass viele der Produkte an Hochschulen in den Vereinigten Staaten wie in Europa entwickelt wurden. Eine interessante Entwicklung, die weltweit von den Hochschulen vorangetrieben wird, ist die Schaffung virtueller Universitäten oder Campus. Es gibt inzwischen eine Reihe neuer Diplome, die über ein Fernstudium vorbereitet werden können, mit einer völlig neuen Pädagogik und einem neuen Verhältnis zwischen Lehrpersonal und Studenten. Alle Fächer sind betroffen, sowohl technische Fächer der Ingenieurshochschulen als auch Bereiche wie Handel, Management oder Jura. Zweifellos werden die Kinder, die sich heute an der Schule mit der Nutzung von Computern, multimedialen Werkzeugen, Kommunikations- und Kooperationstechniken vertraut machen, es völlig normal finden, ihr Studium auf einem virtuellen Campus zu beginnen. All dies, und damit kommen wir zur Schlussfolgerung des vorliegenden Berichts, sollte uns veranlassen, über den derzeitigen Wandlungsprozess ernsthaft nachzudenken, der in den kommenden Jahren zu einer radikalen Änderung der Arbeitsbeziehungen und –organisation führen wird. Die heutigen Unternehmen und Arbeitnehmer müssen darum dringend ihre Weiterbildungspläne und –angebote überdenken, und möglichst vielen Mitarbeitern Zugang zur Nutzung technologischer Werkzeuge und zu Weiterbildungskursen ermöglichen, die zum Erhalt und zur Erweiterung ihrer Fähigkeiten notwendig sind. Viele große Unternehmen haben dies bereits begriffen und haben einen betrieblichen virtuellen Campus für ihre Mitarbeiter eingerichtet oder sind dabei dies zu tun. In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der betrieblichen Hochschulen in den letzten 10 Jahren von 400 auf 1600 gestiegen und laut Schätzungen wird ihre Zahl die der akademischen Hochschulen bis zum Jahr 2010 übersteigen. Auch die Prognosen für die Umsatzentwicklung beim e-learning sind spektakulär: laut einer IDC-Studie wird er sich im Jahr 2000 auf 64 Millionen € und im Jahr 2004 auf 244 Millionen € belaufen. N. Turbé-Suetens © 2000 http://www.euro-telework.org
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