Einführung
Im Frühjahr 1995 riefen Hewlett-Packard Österreich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Struktur- und Wirtschaftsforschung der Technischen Universität Wien ein Pilotprojekt zu Telearbeit ins Leben. Das vornehmliche Ziel bestand in der Erarbeitung einer Vereinbarung, welche Verfahren zur Einführung und Strukturierung von Telearbeit bei HP Österreich definiert. Mit Hilfe des Projektes sollten die notwendigen organisatorischen Strukturen sowohl für die Implementation als auch das Management der Angestellten, die bestehenden gesetzlichen Vorgaben und die finanziellen Auswirkungen festgestellt werden.
Die Firmenleitung war darüber hinaus an einer Untersuchung möglicher Vorteile der implizierten Einsparung von Büroräumen im Firmenhauptsitz in Wien und den regionalen Zweigstellen interessiert. Ebenso zog man die Erprobung von Desk-Sharing-Modellen in Erwägung („Hot-desking").
Die Mitarbeiter waren von der angebotenen alternativen Beschäftigungsform mehrheitlich begeistert. Sie waren bereits mit dem möglichen Gebrauch von Laptops vertraut, um eine Verbindung an den Firmenserver von zu Hause herzustellen oder per E-mail zu kommunizieren. 60% der Angestellten sprachen sich für eine Einführung von Telearbeit aus.
Die Projektleitung wurde einem Projektteam übergeben, das sich wie folgt zusammensetzte:
Die TU Wien sollte das Projekt in seinem weiteren Verlauf begleiten. Bei den regelmäßigen Treffen des Projektteams wurden verschiedene Themen der Implementation diskutiert und geklärt.
Sechs Monate nach Beginn des Projektes führte das Universitätsteam eine Reihe intensiver Befragungen durch, um die praktische Umsetzung der Telearbeit näher zu betrachten. Dabei wurden - wenn möglich - auch Familienmitglieder zu einer Beteiligung an der Diskussion eingeladen.
Die Interviews thematisierten die nachstehenden Aspekte:
Nach Ablauf von weiteren neun Monaten erfolgte eine zweite Interviewreihe, sowohl mit den seit Projektbeginn Beteiligten als auch mit Mitarbeitern, die erst später an dem Programm teilgenommen haben. Diese Interviews widmeten sich vor allem Fragen zu Veränderungen und neuen Entwicklungen, insbesondere technischer und organisatorischer Aspekte. Ergänzend wurden kürzere Befragungen mit Kollegen, Managern und anderen betroffenen Angestellten innerhalb des Firmenbüros in Wien durchgeführt. Diese Befragungen untersuchten die individuellen Auswirkungen auf die Arbeit der Kollegen durch die Telearbeit und die allgemeine Bewertung der Erprobung.
Beendet wurde das Projekt im Juni 1997 Heute liegen dem Projekt Resultate aus den folgenden Bereichen vor:
Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse, die
anhand einer Vielzahl von Dokumenten im Intranet von HP Österreich
zugänglich sind, wurde ein internes Handbuch zum Einsatz von Telearbeit
in der Firma erstellt. Das Handbuch forcierte die Entscheidung und den
Planungsprozeß von Telearbeit, es berücksichtigte organisatorische,
ergonomische, technische und rechtliche Anforderungen und persönliche
Voraussetzungen des Angestellten.
Damit konnten auch die Diskussionen des
Projektteams zu einem Arbeitsvertrag für Telearbeit abgeschlossen
werden.
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